Geschichte des Buchwäldli

Tradition – Leidenschaft – Gastfreundschaft - Buechwäldli

Wie alles im Leben umgibt das Restaurant Buechwäldli eine spannende und zugleich amüsante Geschichte. Wir, die Familie Grunder, führen unser Restaurant Buechwäldli nun schon seit 32 Jahren in der guten alten Schweizer Tradition für unsere lieben Gäste. Als wir das Buechwäldli am 02.11.1980 in Pacht übernahmen, lag noch ein hartes Stück Arbeit vor uns, der wir uns gerne gestellt haben. Es musste viel verändert und umgebaut werden, um unseren Gästen den besten Service und eine Wohlfühlatmosphäre teilwerden lassen zu können. Aber was war vor unserer Zeit?

 

Lesen Sie die spannenden und amüsanten Geschichten, die sich um das Restaurant Buechwäldli, direkt neben dem Schlachtdenkmal am Morgarten, ranken.

 

Wir empfehlen den Besuch der Website:

 

 Schlacht am Morgarten 1315 (Click here)

 

Besuchen Sie uns im Buechwäldli und lesen Sie die Originaldokumente und schauen sich die Originalfotos von damals in unserem Buch „Chronik des Gästehauses Buechwäldli“ an.

 

Chronik:

 

Die Anfangsjahre erinnerten an eine zweite Schlacht am Morgartendenkmal.

Der Heimat zur Ehr,

 

dem Feind zur Wehr!“

Nachdem im Amtsblatt vom 2. Mai 1953 veröffentlich worden war, dass das Haus Buechwäldli, erworben von Herrn Friedrich Beetschen aus Morgarten, von seinem Platze her (das erste Haus, das in der Schweiz verschoben werden sollte) verändert werden sollte, hagelte es bei der Zuger Kantonalregierung Einsprüche. Die Einwohner von Morgarten sammelten Unterschriften und sprachen sich vehement gegen eine Verlegung des Stammhauses Buechwäldli aus. Tapfer wie bereits im Jahre des Herrn 1315 wurden alle Mittel und Wege in Bewegung gesetzt.  Am 22.05.1953 schrieb der damalige Besitzer des Gasthauses Morgarten, Herr Karl Nussbaumer, an die Einwohnerkanzlei Oberägeri ebenfalls seinen Unmut nieder und lehnte eine Verschiebung des Gasthauses kategorisch ab. Leider war der Kantonalrat des Kantons Zug, anders als die 1315 angreifenden Österreicher, auf die Kampfbereitschaft der Bürger von Morgarten gefasst und gewillt, seine Ziele zu vollenden.  Warum war der Kanton Zug so bedingungslos? Der Kanton begründete seine Verschiebungsabsichten mit der Veränderung der Strassenführung. Schon damals war die enge Verkehrsführung durch das wunderschöne Ägerital ein Problem, was die damaligen Verantwortlichen erkannten und aus dem Weg räumen wollten und taten. Das sonst so beschauliche Morgarten erhielt durch die vielen Presseberichte Bekanntheit weit über die Grenzen der Zentralschweiz hinaus. Es erschienen im Mai 1953 unter anderem in der „Luzerner Neuste Nachrichten“ grosse Presseartikel, die den tapferen Kampf der Morgartenbewohner gegen den Kantonsrat beschrieben. Leider wurde der Mythos der unbesiegbaren Morgartenbewohner gebrochen. Die tapferen Kämpfer für ihre Idylle ihrer Heimat mussten Ende Mai 1953 die weisse Fahne schwenken und ehrenhaft, wie man es von ihnen kennt, kapitulieren. Die Patrioten zogen ihre Einsprüche zurück und gaben den Weg zum heutigen Buechwäldli frei.

 

Was lernen wir daraus?

Eidgenossen sind

 

nun einmal keine

 

Österreicher“

Nachdem das Kriegsbeil begraben und vermutlich mit viel gutem Schweizer Wein begossen wurde, stand nun einem Baubeginn nichts mehr im Wege. Der Beginn der Veränderung des „gallischen Dorfes Morgarten“ begann am 31.08.1953 und wurde durch das heutige Tradionsunternehmen Josef Iten aus Oberägeri durchgeführt. Im Mai 1954 war es dann endlich so weit, das Restaurant Buechwäldli unter der Leitung von Herrn Fritz Beetschen, öffnete seine Pforten für seine Gäste und aus Gegnern wurden bei so manchem Bier und Wein Freunde. Die Jahre vergingen, die Wirtsleute so wie die Gäste kamen und gingen, bis anno 1980. Denn da kamen wir, die Familie Grunder mit unseren beiden potentiellen Nachwuchskräften, unseren Kindern (Name vom Mädchen) und unserem Sohn Patrick. Die ersten Jahre waren hart und spannend zugleich. Aber gibt es etwas Schöneres als mit seiner Aufgabe zu wachsen und mitzuerleben wie sich Tradition fortführt? Wir denken nicht. Wir wurden von dem einen mehr und von dem anderen weniger herzlich aufgenommen, aber dank unseres Services (Danke Romy) und unserer Speisen waren wir bald in die Gemeinschaft integriert und gewannen viele Freunde, von denen leider schon einige beim lieben Gott wohnen. Alle unsere Gäste prägten das Buechwäldli und uns, was wären wir ohne euch? Tradition beruht zu einem sehr grossen Teil auf Vertrauen, Treue und Freundschaft. Dafür an dieser Stelle unseren herzlichsten Dank an euch. Inspiriert durch die Fernsehserie „Dallas“ entschlossen wir uns am 01.04.1995, uns zu vergrössern und unseren jetzigen Wintergarten zu bauen. Keine Angst, wir fühlten uns nicht wie die Ewings! Obwohl JR Ewing aus Morgarten? Nein das passt wohl doch nicht. Mit viel Eigenschweiss, vielen Freunden und leider auch mit Eigenkapital stellten wir unseren wunderschönen Wintergarten am 01.04.1996 fertig, in dem wir heute unseren Gästen unsere Speisen und Getränke servieren und gerne mal an einem Plausch teilnehmen. Nun sind 28 Jahre mit Höhen und Tiefen ins Land gegangen und wir sind immer noch voller Elan und Einsatz in unserem Buechwäldli tätig. Aus der potentiellen Nachwuchskraft Patrick ist nun ein Koch geworden, der mit seinen Speisen unsere Gäste verwöhnt. Unsere Tochter hat einen anderen Weg gewählt und ist nun eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Aber wir haben ja schon wieder potentielle Nachwuchskräfte, unsere lieben Enkelkinder. Ja die Zeit vergeht, aber die Tradition bleibt der wichtigste Bestandteil unseres Restaurants Buechwäldli im wunderschönen Ägerital. Wir leben heute in einer schnelllebigen und schweren Zeit, überall hört man von Kriegen, Armut und Angst. Dies ist ein Kapitel, was in 40 Jahren wahrscheinlich in der Chronik des Buechwäldli niedergeschrieben steht. Aber es werden auch wieder bessere Zeiten in unserer Welt kommen. Lassen Sie uns alle ein Stück enger, vielleicht sogar im Buechwäldli, zusammenrücken, damit wir diese Zeit gemeinsam meistern.

Restaurant Buechwäldli

Patrick  Grunder

Hauptseestrasse 131

6315 Morgarten

 

Tel. : 041/ 750'12'94

Fax.: 041/ 750'48'98

Email.: info@buechwaeldli.ch

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